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Aus dem Alltag einer Amtsrichterin…

…lautete der Titel unserer Veranstaltung am 02.08.2016, bei der uns die Auricher Amtsrichterin Sarah Buss aus ihrem Arbeitsalltag berichtete.
Die rund 20 Teilnehmer, die sich im Landhaus Feyen in Mittegroßefehn eingefunden hatten, hörten aufmerksam zu und Frau Buss verstand es prächtig ihren rund 90minütigen Vortrag ohne PC und ohne PowerPoint so ansprechend zu gestalten, das es zu keiner Zeit des Abends langweilig wurde.
Und so bekamen wir einen Einblick, wie zeitaufwändig dieser Beruf ist und wie sehr man sich persönlich engagieren muss um „Recht zu sprechen“.
Oft hilft das Gesetzbuch bei der Beurteilung von Sachlagen nicht weiter und gerade bei Tathergängen die oft lange zurück liegen sind auch Aussagen von Zeugen leider nur schwer nachprüfbar.
So führt in den Verhandlungen immer nur das, was während der Verhandlung an Aussagen, Fakten oder Indizien zusammengetragen wird, zu einem Urteil.
Die Richter können sich dabei nicht auf z.B. frühere Zeugenaussagen berufen, wenn sie diese in der Verhandlung zurück ziehen oder sie sich als nicht belastbar herausstellen.
Aufgrund einer sehr knappen Zeitvorgabe die für jeden Fall vorgegeben ist, ergibt sich oftmals ein großer Zeitdruck in einzelnen Fällen.
Es gehört eine ordentliche Portion Optimismus dazu, wenn man diesen Job mit Herz und Seele ausüben will, und das auch noch über viele Jahre.
Zwischendrin erhalten wir Zuhörer noch zahlreiche Tipps wie man sich in der einen oder anderen Situation verhalten sollte, wenn man mit dem Gesetz oder den Gesetzeshütern in Konflikt gerät, beziehungsweise wie man eben diese Konflikte vermeidet.

Immer Donnerstags finden die öffentlichen Verhandlungen des Amtsgerichts Aurich statt zu der sie jeden herzlich einlädt um sich ein Bild von ihrer Arbeit zu machen.
Auch Schulklassen sind herzlich willkommen, so wie auch sie in Schulklassen geht um über ihre Arbeit zu informieren.

 

 

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