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„Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“ Thema beim 1. Treffen im neuen Jahr 2017 – Unser Gast Maike Carls.

Am Dienstag, den 07.02.2017 starteten wir humorvoll ins neue Jahr. Ich bin blond, Ostfriesin, über 50, in den Wechseljahren so stellte sich Maike Carls bei uns vor. Das Thema: „Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“ . Wir erlebten zwei Stunden gefüllt mit umwerfenden Witzen und Humor. Wenn Lachen die beste Medizin ist, bekamen wir eine gewaltige Portion davon mit. Zu Beginn ihres Vortrages stellte Maike Carls die Frage, was das Auftreten ausmache. Die Antwort kam für manche etwas überraschend. So seien es 55 Prozent die Körpersprache, 38 Prozent die Stimme und lediglich sieben Prozent der Inhalt. Die Körpersprache spiegele sich auch in Begriffen wie „etwas wird über das Knie gebrochen“, oder „mir liegt etwas auf der Zunge“ und „mir steckt etwas im Nacken“ wider. Die persönliche Ausstrahlung, so die Referentin, werde durch Gestik, Mimik, eben der Körpersprache, die Stimme und den Sprachstil mehr bestimmt, als durch das Wissen. So sei sehr schnell deutlich, wann jemand handlungsbereit ist „Bestimmt nicht, wenn uns jemand den Rücken zudreht oder die Hände in der Hosentasche hat!“. Erst wenn man mit geöffneten Händen seinem Gesprächspartner gegenüber trete, zeige man den Willen zur Handlung. So werde die Einladung mit einem gestreckten Zeigefinger:„Nehmen sie Platz!“, eher als Befehl aufgefasst. Auch die 50-Euro-Haltung, mit hängendem Kopf und gebückten Rücken, strahle nicht gerade etwas Positives aus: „Ich habe die 50 Euro zudem nie gefunden,“ so Maike Carls.

 

Auch der Stimme komme eine große Bedeutung zu, da man damit sehr viel transportiere. Ein Brad Pitt oder George Clooney mit einer piepsigen Stimmen, egal in welcher Situation, rufe eher Gelächter hervor als mit einer tiefen, angenehmen Stimme. Auch wenn man schweigt, findet Kommunikation statt. Hier seien Körperhaltung und auch der Gesichtsausdruck entscheidend. Dabei werde die Körpersprache des Gegenübers übernommen, wenn dieser einem sympathisch sei. Auch die Gestik der Hände spiele eine große Rolle. So würde ein Lob über den neuen Pullover und ein gutes Essen oft von den Frauen mit einer eher abwertenden Handbewegung abgetan. Eine völlig falsche Einstellung, so die Referentin. Ferner wies Maike Carls auf unzählige Unterschiede im Kommunikationsverhalten hin, das besonders zwischen Frauen und Männern oft zu Mißverständissen führe.

 

Im Verlauf ihres Vortrages gab Maike Carls in humorvolle Art Eindrücke in die Kunst der Rhetorik, Informationen über Zusammenhänge und Angebote zum Üben sowie Tipps und Tricks für das eigene „sicher Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit“. „Wenn einmal in einer wichtigen Situation Ahnungslosigkeit herrscht und der rote Faden verloren geht, hilft eine aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung und eine tiefe Stimme – das sind die wichtigen Aspekte zum Erfolg,“ so die Referentin. Ein wichtige Hilfe sei auch die Kunst, sich selbst auf den Arm zu nehmen. „Und wenn alles nichts hilft, führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie allein die positiven und erheiternden Momente aufschreiben. Sie lenken damit Ihre Aufmerksamkeit auf die angenehmen Seiten des Lebens,“ forderte Maike Carls auf. „Sehen Sie mit Abstand auf unangenehme Dinge“ sagte Maike Carls, stieg auf einen Stuhl und zeigte wie eine Giraffe auf den Strafzettel schauen würde. Mit etwas Abstand betrachtet ist vieles nicht mehr gar so schlimm. Damit entließ sie uns aus ihrem Vortrag. Es war ein kurzweiliger, interessanter Abend !

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